slider header bach gelb welle 965

mayrschofer

Ursula Kiefersauer, Bezirksvorsitzende der KEG (Schwaben)

Trauerrede anlässlich des Todes des Geschäftsführers des KEG-Bezirksverbandes Schwaben Herrn Anton Mayrschofer

Verstorben am 16.Sept. 2002 in Augsburg


Liebe Familie Mayrschofer, werte Angehörige, sehr geehrte Trauergemeinde!

Die Nachricht vom plötzlichen Tod unseres geschätzten Geschäftsführers der Katholischen Erziehergemeinschaft, Herrn Anton Mayrschofer, hat uns alle sehr getroffen. Die Katholische Erziehergemeinschaft Schwabens, wie auch der Landesverband Bayern, in dessen Namen ich hier auch stellvertretend sprechen darf, trauert mit Ihnen, liebe Familie Mayrschofer um einen wertvollen Menschen, der sich in der   Zeit seiner Tätigkeit an der Bezirksgeschäftsstelle der KEG in Augsburg hohe Anerkennung erworben hat. Als große KEG-Familie, möchten wir Ihnen unsere innige Anteilnahme ausdrücken und uns seiner Verdienste für den Erzieherverband dankbar erinnern.

Anton Mayrschofer war seit 1974 in der Funktion als Geschäftführer der KEG in Augsburg, im Haus St. Ulrich tätig. In den 28 Jahren seiner beruflichen Engagements dokumentierte er stets, wie wichtig ihm die Aufgaben und Ziele der KEG waren. Seinerseits stellte er seine ganze Schaffenskraft, seine Loyalität, seine Fähigkeiten und seine Berufsfreude voll in den Dienste der KEG und ihrer Mitglieder. Er war mit seinem „ganzen Herzen“ dabei, und in den langen Jahren seines verantwortlichen Schaffens konnte er viel Gutes auf den Weg bringen. Seine Bürotüre im Haus St. Ulrich stand für alle   Hilfesuchenden offen. Sein Wort, sein Rat und seine Unterstützung wurde von allen dankbar angenommen und er hat dabei niemanden vergessen. Die KEG wurde ihm zur geistigen Heimat.

Gestützt durch seine Familie, gestärkt durch seine christliche Überzeugung gelang es ihm, zusammen mit meinen Vorgängern in der Verbandsführung, Herrn Berkmüller und Herrn Pache, die KEG zu einem anerkannten Berufsverband für Lehrer und Erzieher schwaben- wie auch bayernweit aufzubauen. Die Mitgliederzahlen stiegen und viele Einrichtungen und Veranstaltungen der KEG tragen seinen Stempel, wie z. B. die geistigen Einkehrtage zur Karwoche in Leitershofen, zu denen er einlud, aber auch als Teilnehmer dabei war und sich Stärkung im Glauben holte. Die Kontakte nach außen, zur Kirche und zur Geistlichkeit waren ihm wichtig. Neben seiner Verwaltungsaufgabe widmete er sich besonderer Anliegen der Mitglieder. Er nahm sich der Sozialfälle an, erkannte Not bei Lehrern oder Erziehern, setzte sich für arbeitslose Lehrer ein und suchte aktiv und ideenreich nach Lösungen und Hilfen. Besonders der Förderung des studentischen Nachwuchses galt sein Interesse, er engagierte sich für die Junglehrer und ermöglichte vielen jungen Kollegen einen guten Start in das Berufsleben. In den letzten Jahren, als auch der Kreis der Senioren innerhalb der KEG größer wurde, stellte er sich auch dieser Gruppe gerne beratend und unterstützend zur Seite.

Sein Leben war die KEG und er lebte für diese Gemeinschaft, von der er überzeugt war.

Doch eine schwere Erkrankung schwächte zunehmend seine Arbeitskraft. Mit Freude hat er noch mitgeholfen, das 50-jährige Jubiläum der KEG im letzten Jahr in Augsburg auszurichten, doch seine Kräfte ließen weiter nach. Dies zu akzeptieren, zu verstehen, das war seine schwierigste Aufgabe vor die er gestellt war. Zu gerne hätte er für die KEG, der er sich verschrieben hat, weitergearbeitet. Und schon in Vorausahnung dessen, was kommen wird, hat er bei der Vorbereitung der 12. Schwäbischen Delegiertenversammlung im Januar diesen Jahres seine Mitarbeiterin an der Geschäftstelle in diese Aufgabe miteinbezogen, eine Aufgabe, die er über 28 Jahre selbst bewältigt hat. Am Ende seiner Kräfte hat er den Weg bereitet für eine neue Vorstandschaft der KEG. Unmittelbar danach begab er sich in den Krankenstand.

Viele von den KEG-Freunden haben ihn damals im Januar zum letzten Mal gesehen, gezeichnet von schwerer Krankheit.

Heute müssen wir alle Abschied nehmen von H. Anton Mayrschofer, der in gläubiger Zuversicht der Auferstehung verstarb. Schmerzlich ist sein Tod, vorbei seine Leiden. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau, die ihn aufopferungsvoll in den letzten Monaten begleitet und gestützt hat sowie seinem Sohn.

Die KEG wird sein Wirken ehrend in Erinnerung behalten und seiner im Gebet gedenken. Möge der Herr ihm alles Gute vergelten und ihm den ewigen Frieden schenken.

Als Zeichen der Wertschätzung möchte die KEG diesen Kranz niederlegen.