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Ursula Kiefersauer M.A., Bezirksvorsitzende der KEG in Schwaben, 30. Dezember 2003

Trauerrede anlässlich des Todes von Schulamtsdirektor i. K. Hans Kögel als langjähriges KEG- Mitglied

Werte Familienangehörige, in Trauer versammelte,

wenn man weiß, dass im Leben eines Menschen eine so beispielhaft umfassende und lebenslange Beziehung zu einer Erzieher- und Lehrerorganisation bestand, so bedarf es eigentlich keiner Erklärung dafür, dass Bezirks- und Kreisvorstand der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) voll Trauer und tiefbewegt Herrn Schulamtsdirektor i. K. Hans Kögel, auf diesem letzten irdischen Weg begleiten.
Als große KEG-Familie, trauern wir mit Ihnen, geschätzte Frau Kögel um einen wertvollen Menschen, der sich sowohl durch sein beispielgebendes berufliches Wirken bei der Diözese Augsburg, als Leiter des Religionspädagosichen Seminars wie auch in unserem Erzieherverein der KEG Verdienste erworben hat, derer wir uns dankbar erinnern wollen.

Die drei Buchstaben in Namen unseres Erziehervereins, K (für Katholisch) E (für Erzieher) und G (für Gemeinschaft), wurden durch das Wirken von Herrn Hans Kögel eindrucksvoll verkörpert und verlebendigt.
Herr Hans Kögel gehörte der KEG schon seit ihren Gründerzeiten, d. h. über mehrere Jahrzehnte an, und tief verwurzelt im christlich katholischen Gedankengutder KEG leitete er über viele Jahre die Fachgruppe “Religiöse Erziehung“ in Schwaben, gab dabei entscheidende Impulse und sorgte sich um die Vertiefung, Verankerung ja um die Verlebendigung des Religionsunterrichts an unseren Schulen. Die religiöse Erziehung der Kinder und der Jugend war ihm, selbst engagierter Erzieher, stets wichtig. Zugleich wandte er sich mit Einfühlungsvermögen an die Lehrer, Religionslehrer und Katecheten, denen er sich stets menschlich zugetan fühlte. Seine christliche Botschaft hieß immer da zu helfen, wo man gebraucht wird, in stiller Bescheidenheit, ohne dabei selbst in den Vordergrund treten zu wollen. Als Erzieherverein sind wir Herrn Schulamtsdirektor Hans Kögel dankbar, dass er mit all seinem Wissen, seinen Wertvorstellungen und seiner Solidarität das K für katholisch und das E für Erziehung in unserem Erzieherverband lebendig werden ließ.

Vor allem auch bei seiner zuletzt ausgeführten Tätigkeit, in der KEG, nämlich die Gruppe der Senioren zu betreuen konnte er nochmals all seine Wärme, seine menschliche Nähe, sein Zugetanfühlen zu den Menschen und sein hohes Pflicht- und Verantwortungsgefühl in unsere Erziehergemeinschaft einbringen.

1995 übernahm er, selbst nun in den Ruhestand eingetreten, diese Aufgabe in Nachfolge von Frau Schulamtsdirektorin Emma Jehle. So lange es seine Kräfte zuließen, so lang ihm Gott die Kraft gab, so lange sorgte er sich um diese Gruppe, um die Menschen, die er darin vereinte, versammelte und die in dieser Gruppe auch Halt, Orientierung, Betreuung und auch Freude empfanden. Ein reiches Leben, ein Leben in Fülle und Tiefe wiederspiegelt sich in den alljährlichen Programmen der Seniorengruppe. Ständig steigende Teilnehmerzahlen dokumentieren das schöne Miteinander dieser Gruppe, die in den Händen von Hans Kögel weiter wuchs und aufblühte. Freude empfanden die Teilnehmer auf schönen gemeinsamen Kulturfahrten, Besinnung und Reflexion erfuhren die Mitglieder durch Gottesdienste und Meditationen.
Lebendige Gemeinschaft zu gestalten, das gelang Hans Kögel eindrucksvoll und damit hat er auch das G für Gemeinschaft in unserem Verbandsnamen sichtbar gemacht.

Eine schwere Krankheit schwächte jäh sein Engagement, sein Denken galt aber auch weiterhin seiner KEG Gruppe, die er wohl versorgt und betreut wissen wollte.

Werte Frau Kögel, ihr Mann hat als ein im Glauben gestärkter Christ die KEG in besonderer Weise mitgeprägt, und sein Wirken wird noch weiterhin in unseren Verband hineinstrahlen. Möge in dieser Stunde Gott ihm all das schenken, woran er geglaubt, was er erhofft und wofür er sich leidenschaftlich während seines Lebens eingesetzt hat. Viele unter uns fühlen sich auch durch ihn ermutigt, sein vom christlichen Menschenbild geprägtes Leben und sein engagiertes Wirken   aufzunehmen und weiter zu geben.

Verehrte Familie Kögel, Ihnen gilt unsere Anteilnahme am Tod ihres lieben Verstorbenen. Wir danken für Ihr Verständnis dafür dass Ihr Mann und ihr treusorgender Vater auch viele Stunden seiner Zeit der KEG widmete, wozu Sie ihm aber die Kraft und Stütze gaben.

Möge es Ihnen in dieser Stunde ein Trost sein, dass die Menschen in der KEG ihn in bester Erinnerung bewahren werden.

Wir verneigen uns in Dankbarkeit und Achtung vor Hans Kögel , möge der Herr ihm alles Gute vergelten und ihn in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit führen.